Kolumne Neuseeland

Neuseeland – Ein verspäteter Reisebericht

Am 08. Oktober 2007 trat Mira ihre Reise nach Neuseeland an. Heute, genau zehn Jahre später, erzählt sie von ihrer 7-monatigen Reise durch das Land.

Tongariro Alpine Crossing

Mein Profilbild – natürlich aus NZ

Weil ich bis heute von einer Rückkehr träume und regelmäßige verkünde, dass ich auswander, schwelge ich in dieser Kolumne in Erinnerungen an meine Reise. Für sieben Monate werde ich dir am zweiten Sonntag im Monat erzählen, was ich in den Wochen vor zehn Jahren erlebt habe – bis zu meinem Heimflug im April 2008.

Pläne schmieden

Mehr als Fotobände kannte ich nicht von Neuseeland, es war nur ein vager Gedanke, einmal dorthin zu fliegen. Dann kam Silvester 2006. Ich feierte mit Freundinnen, wir waren im letzten Jahr unserer Schulzeit und schmiedeten Pläne für die Zeit nach dem Abitur im Mai 2007. Meine Freundin Meika hatte sich schon auf Work & Travel in Neuseeland festgelegt. Und dann sagte ich spontan als Reisebegleitung zu.

Neuseeland Flora

Flora: Der neuseeländische Farn

Wir hatten Oktober 2007 ausgewählt, um genügend Zeit zu haben, uns ein finanizelles Polster zuzulegen. Und um rechtzeitig zum Studium im Herbst 2008 wieder da zu sein. Außerdem fing im Oktober der Frühling in Neuseeland an, was uns auch ziemlich praktisch erschien, da wir zelten und dadurch Geld sparen wollten. Vorweg sollte ich sagen, dass wir nicht weiter als zur ersten Woche geplant hatten, aber dass am Ende doch sieben unglaublich tolle Monate dabei heraus gekommen sind.

Wilkommen in Neuseeland

Sieben Monate, in denen ich gereist und gearbeitet hatte. Leute kennengelernt und schöne Erinnerungen mitgenommen habe. Man stellt sich das vorher immer so einschneidend vor, dass man auf so einer Reise den Durchblick für die Zukunft bekommt und sich selber kennen lernt. Nope, sorry, so eine Reise ist kein Wundermittel. Auch danach wusste ich lange nicht, was ich überhaupt studieren sollte und aus vielen Verhaltensweisen, die ich damals an den Tag gelegt hatte, konnte ich nur herauswachsen.

Neuseeland Fauna

Und Fauna: Der hinterhältige Kea

Aber im Nachhinein ist es schon enorm, dass man als so junger Mensch direkt nach der Schule diesen Sprung ins kalte Wasser macht und in ein weitentferntes, fremdes Land fliegt, die Sprache kaum spricht und auf einmal für sich selber sorgen musste. Dass man dann am Ende gearbeitet, immer zu essen und eine Übernachtungsmöglichkeit hatte (sogar zwischendurch ein eigenes Apartment) und dabei auch noch viel vom Land mitnimmt.

Es half auf jeden Fall, dass ich nicht alleine unterwegs war. Zufälligerweise saßen Meikas Cousine und ihre Freundin im gleichen Flieger und mit ihnen und zwei weiteren Deutschen sind wir dann auch lange Zeit auf den beiden Hauptinseln zusammen gereist. Nach Neuseeland blieben wir noch lange in Kontakt und hatten regelmäßige „Kiwi“-Treffen.

Hostel in Neuseeland

30 Betten und einer schnarcht immer

Unterwegs ohne Taschencomputer

Es ist beinahe unvorstellbar, aber vor zehn Jahren gab es noch keine Smartphones. Und das möchte ich auch ohne negative oder positive Wertung sagen; damals war es eben anders. Wie genau, erzähle ich euch in den kommenden Monaten.

Ich berichte von meiner Reiseroute, den Orten und Hostels und den Sachen, die wir gemacht und noch gesehen haben. Vor zehn Jahren zum Beispiel war das Auenland eine Schafsweide und die ChristChurch noch nicht zerstört. Ich habe die „landestypischen“ Aktivitäten mitgemacht, wie Zorbing, Skydive und White Water Rafting. In Neuseeland feierte ich meinen 20. Geburtstag und das erste Mal Weihnachten ohne meine Familie. Auf der Reise habe ich noch Singapur und Sidney besucht.

Hobbiton

Vorsicht, wo man hin(ein)tritt!

Neuseeland ist bis heute in meinem Herzen geblieben. Allein schon die Möglichkeit, völlig frei herumzureisen, in toller Gesellschaft und so viele Eindrücke zu sammeln, trägt dazu bei. Aber die offenen, freundlichen Neuseeländer und die Natur, die alles für einen bereit hält, sind heute noch da und ziehen mich weiterhin an.

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