Kolumne Mindfulness

Zeit für mich – Achtsamkeit und innere Ruhe

„Inner peace“ – Achtsamkeit und innere Ruhe zu finden ist gar nicht so einfach, wie es sich anhört. Manch eine versucht es mit Sport und powert sich aus, andere versuchen, Achtsamkeit und innere Ruhe durch Meditation zu erlangen.

Was macht für dich das sogenannte „Mindfulness“ aus, von dem alle reden?
Die Welt dreht sich immer schneller und schneller – Dank des Internets haben wir Nachrichten, die noch vor einigen Jahrzehnten Wochen gebraucht hatten, in Sekunden vor uns.

©leninscape, pixabay

Handliche Smartphones liegen praktischerweise auf dem Nachttisch und lenken uns bis spät in die Nacht ab.

Auch ich ertappe mich immer wieder, dass ich gar nicht an Achtsamkeit und innere Ruhe denke und schon fast unbewusst zum Handy greife.
Und zwar andauernd.
Hier eine Nachricht, da ein Foto, noch ein Like – und abschließend noch ein kleines Spiel… die Liste wird immer länger.

Achtsamkeit ist für mich, auf meine Gesundheit zu achten, aber auch auf das Wohlbefinden anderer Rücksicht zu nehmen.
Dieses „Zentrum“ in mir selbst zu finden – das ist für mich schon ein Kraftakt.

Ganz besonders, weil ich merke, wie gestresst ich werde, wenn ich schon auf jede Kleinigkeit antworte, fast schon antworten muss! Reibereien, unbedachte Worte und Leute ohne Kinderstube treiben mich oft zur Weißglut. Aber seitdem ich versuche, solche Dinge an mir abperlen zu lassen und keine kostbare Lebenszeit in unbeirrbare Leute investiere, geht es mir viel besser.

Zu viel Ruhe ist aber auch irgendwie seltsam. Geht es dir auch so, dass eine unerklärliche Unruhe von dir Besitz ergreift, wenn du einige Zeit lang nichts mehr neues, aufregendes und aktuelles erlebst? Been there, done that.

Achtsamkeit und innere Ruhe – ein Mythos?

Ich habe manchmal das Gefühl, unter Strom zu stehen.
Stetig brummt das Handy, Notifikationen für Facebook, WhatsApp und anderen Apps ploppen an manchen Tagen im Minutentakt auf.
Arbeit und Freizeit sind fast untrennbar miteinander verbunden – an Achtsamkeit und innere Ruhe ist gar nicht zu denken.
Zwar habe ich das Glück, dass mein Arbeitgeber meistens entspannt ist, aber ich merke, dass ich mir den Stress selbst mache: Immer mehr, immer schneller, immer besser. Was bleibt auf der Strecke? Genau, ich selbst.

Mittlerweile habe ich gelernt, dass ich mich zur Entspannung tatsächlich zwingen muss.

© Wunderela, pixabay

Einfach mal den Stecker ziehen und sich auf sich selbst konzentrieren – das ist für meine Psyche notwendig!

Probiere doch mal ein internetfreies Wochenende aus oder einen Tag komplett ohne Social Media!

Das klingt zunächst nur banal, aber ich habe im Selbstversuch gemerkt, wie unglaublich schwer mir ein Tag ohne Internet fällt. Und wie gut es mir getan hat.

Ich muss für mich das Nichtstun wieder erlernen.
Denn: erst, wenn wir unsere Gedanken frei schweifen lassen können, können wir uns entfalten!

Auch hilft es, als Arbeitnehmer oder Freelancer frühzeitig Grenzen zu ziehen und freie Tage zu respektieren. Ein freundliches, aber bestimmtes „Do not disturb“ hilft mehr, als man glaubt! Ich habe mir eine zweite Nummer zugelegt (zum Glück hatte ich ein gebrauchtes, altes Handy zu Hause) und nutze es nur noch für die Arbeit. An freien Tagen bleibt das Handy auch aus.

Wie sieht es bei dir aus?
Wie findest du deine Achtsamkeit und innere Ruhe (wieder)?

© Brandspark

 

Tipp aus der Redaktion:

Solltest du dir eine digitale Auszeit nehmen, richte dir eine automatische Antwort für dein Email-Postfach ein und sage deinen Bekannten Bescheid – du wirst lachen, aber vor meiner Haustür stand tatsächlich schon mal ein Freund, weil ich mich für einen Tag ausgeklinkt hatte.

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.